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Klassische Musik und Oper von Classissima

Gioacchino Rossini

Dienstag 24. Mai 2016


ouverture

18. April

Rossini - Haydn: Cello Duets (MDG)

ouvertureVor einem knappen Vierteljahr- hundert haben David Geringas und Emil Klein Celloduette von Gioacchino Rossini und Joseph Haydn eingespielt. Die beiden Ausnahmecellisten – Geringas ist ein Rostropowitsch-Schüler, Klein wiederum war Geringas' Schüler – zelebrieren sowohl die virtuosen Eskapaden Rossinis als auch die eleganten Duette Haydns mit Sinn für Theatralik, mit Finesse und mit enormer Spielfreude. Besten Dank an das Label Dabringhaus und Grimm, das diese erstklassige Aufnahme nunmehr wieder zugänglich gemacht hat. Grandios! 

musik heute

21. März

Rossini-Oper “Die Reise nach Reims” als Comic – Koproduktion der Theater Kiel und Lübeck

Kiel – Es erinnert an Filme wie “Mary Poppins” oder “Falsches Spiel mit Roger Rabbit”, wird aber eine Opern-Produktion: Gioachino Rossinis “Die Reise nach Reims” mit Sängern und Comic-Figuren in den Hauptrollen, die gemeinsam auf [...] The post Rossini-Oper “Die Reise nach Reims” als Comic – Koproduktion der Theater Kiel und Lübeck appeared first on MUSIK HEUTE .






ouverture

2. März

Ernst: Fantaisie Brillante - The Virtuoso Violin (cpo)

Heinrich Wilhelm Ernst (1814 bis 1865) stammte aus Brünn. Seine Eltern erkannten sein Talent, und sorgten dafür, dass er am Wiener Konservatorium studieren konnte. Dort unterrichteten ihn Joseph Böhm im Violinspiel und Ignaz Xaver von Seyfried im Fach Komposition.  1828 erlebte Ernst in Wien ein Konzert von Niccolò Paganini. Diese Begegnung wurde für den jungen Musiker zum Schlüsselereignis. Er durfte dem Meister vorspielen, und dieser sagte ihm eine große Karriere voraus. Heinrich Wilhelm Ernst hat von Paganini viel gelernt. Er soll den berühmten Kollegen sogar beim Üben belauscht haben; die Legende berichtet, beide Musiker hätten im Jahre 1837 gleichzeitig Konzerte in Marseille gegeben – und Ernst hätte bei dieser Gelegenheit Paganinis Werke gespielt. Wenn das stimmt, muss Ernst ein phänomenales Gehör und ein noch beeindruckenderes Gedächt- nis gehabt haben.  Der junge Musiker begnügte sich aber nicht damit, Paganini zu kopieren. Brillanz allein genügte seinen Ansprüchen nicht. Virtuosität war für Ernst eher Voraussetzung als Endzweck des Musizierens. Sein Gesamtwerk ist klein, doch bedeutend; es umfasst 26 Musikstücke mit Opusnummern, und offenbar noch einige weitere ohne. „Ernst war Virtuose im vollsten Sinne des Wortes“, so das Urteil von Zeitgenossen. „Sein Spiel war voll Glanz und Leidenschaft; er schwelgte in Schwierigkeiten, die mitunter auch ans Bizarre streiften; dagegen wußte er in der Cantilene einen großen, vollsaftigen Ton und wirklichen Adel des Vortrags zu entwickeln; sein Adagio war tief ergreifend.“  Joseph Joachim, selbst einer der bedeutendsten Geiger seiner Zeit, schrieb 1864 über den Kollegen, mit dem er einst gemeinsam in London Beetho- vens Streichquartette gespielt hatte: „Ähnliches habe ich niemals wieder gehört; wie denn Ernst der Geiger war, der turmhoch über allen anderen stand, denen ich im Leben begegnet bin.“ Erstaunlicherweise sind heute die Werke von Heinrich Wilhelm Ernst aus den Konzertprogrammen nahezu vollständig verschwunden. Sein Violinkonzert beispielsweise ist rundum romantisch und absolut bezaubernd; es gilt aber als technisch derart schwierig, dass es derzeit kaum jemand spielen mag.  Thomas Christian präsentiert auf dieser Doppel-CD eine Auswahl aus dem Schaffen des großen Virtuosen. Zu hören sind Originalkompositionen für Violine und Klavier – vorgetragen gemeinsam mit dem Pianisten Evgeny Sinaiski – sowie das Streichquartett in B-Dur und einige kleinere Musikstücke in Arrangements für Streichquartett bzw. Streichquintett. Damit folgt das Thomas Christian Ensemble der zeitgenössischen Aufführungspraxis; allerdings stammen die Bearbeitungen nicht von Ernst selbst, sondern von Christian sowie von dem Kontrabassisten Hans Winking.  Berühmt ist die Fantaisie Brillante sur la Marche et la Romance de l'Opera Otello de Rossini op. 11. Auch die Elegie op. 10,3 ist ein bekanntes Stück. Werke hingegen für Solovioline allein, wie die Grande Caprice op. 26 über Schuberts Erlkönig sowie die 6 mehrstimmigen Etüden sind auf der CD nicht mit enthalten.  Es ist sehr verdienstvoll, dass Thomas Christian, der als Professor in Detmold lehrt, an Ernst und sein Werk erinnert. Beschlossen wird die Doppel-CD von Henri Wieniawskis Rêverie für Viola und Klavier, die dieser seinem Freund und Quartettkollegen Ernst in Andenken an das gemeinsame Musizieren gewidmet hat. 

Crescendo

1. März

Eklat in der Kölner Philharmonie - Kölner Publikum beschimpft Musiker – ein Skandal!

In Köln wird ein Konzert abgebrochen, weil dem Publikum die Musik zu radikal ist. Ein Musiker wird mit den Worten „Reden Sie gefälligst Deutsch“ beschimpft. Dieses Benehmen ist das Ende der wahren deutschen Kultur. Ein Kommentar Von Axel Brüggemann In der Kolumne letzte Woche ging es um eine Studie des Bonner Theaters . Das Ergebnis: So links wie viele Künstler, so rechts ist ihr Publikum. Heute dann die Nachricht aus der Nachbarstadt Köln: Ein Konzert des „Concerto Köln“ in der Philharmonie wurde vom Publikum massiv gestört. Neben Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach stand auch Neue Musik von Fred Frith, Henry Mikolaj und Steve Reich auf dem Programm. Bei dessen Stück „Piano Phase“ (von 1967!!!) kam es zum Tumult: das Publikum wurde unruhig, begann zu lachen, zu pfeifen, zu rufen – so aggressiv und laut, dass das Ensemble sich nach einigen Minuten gezwungen sah, das Konzert abzubrechen. Der Eklat hatte sich bereits angekündigt, als der Cembalist Mahan Esfahani zuvor auf Englisch in das Werk einführte und Zwischenrufer ihn ankeiften: „Reden Sie doch gefälligst Deutsch!“ Auch sein späterer Versuch, in Dialog zu kommen und das Publikum zu fragen „Wovor haben Sie Angst?“ ging schief: die Kölner Nicht-Zuhörer hatten kein Interesse an einer Debatte. Sie wollten den Tumult! Streit oder Provokation? Grundsätzlich ist es ja gut, wenn Musik seine Zuhörer verstört. Was wäre die Musikgeschichte ohne die Eklats zu Mahlers Erster Sinfonie, ohne das Publikum, das sich bei der Uraufführung von Zimmermanns „Soldaten“ die Ohren zuhielt? Ja, mehr noch: Es ist wahre Kunst, das Unhörbare und das Unerhörte hörbar zu machen. Logisch, dass es dabei auch zur Konfrontation kommt – immer und überall. Das Konzert in Köln aber, wenn man liest, was Anwesende berichten, hat nichts mit Provokationskunst des Klanges zu tun. Die Philharmonie wurde zu einem Ventil der gefährlichen Bürgerlichkeit, jener Biedermeier, die nur einen Anlass zur Brandstifterei suchen. Und, ja, in Köln hat sich das Kulturbürgertum nun selber demaskiert – es hat bewiesen, dass die Angst des Bonner Theaters vor seinen eigenen Zuschauern durchaus Berechtigung hat. Was besonders verstört, ist dass es in Deutschland inzwischen ein Klima gibt, in dem es schon lange nicht mehr um die Auseinandersetzungen zu gehen scheint, nicht um das Zuhören. Wer Angela Merkel bei Anne Will gesehen hat, wird sich an den Satz der Kanzlerin erinnern. „Ich rede mit jedem, der zuhören will“, hat sie da gesagt, „habe allerdings den Eindruck, dass es inzwischen viele gibt, die gar nicht mehr zuhören wollen.“ Und trotzdem versucht sie, weiter zu erklären. Kulturelle Penisvergrößerung Wie groß die Untugend des Nicht-Zuhören-Wollens ist, hat sich nun auch dort gezeigt, wo man eigentlich zum Ohrenaufsperren hingeht: im Konzert. An einem Ort, der dazu gedacht ist, neue Eindrücke zu gewinnen, der einer Kunst gewidmet ist, in der das immer Gleiche (das klassische Repertoire) jeden Abend aufs Neue kritisch befragt und interpretiert wird, an dem das Fremde, das Überraschende und das Verstörende zur Regel gehören. Das Kölner Konzert hat nun gezeigt, dass diese Aufgabe der Kultur von vielen Menschen gar nicht mehr gewollt wird. Dass es ein erschreckend großes Publikum gibt, das – im Jargon des AfD-Programms – jenen Kitsch Kultur nennt, der lediglich der Selbstbestätigung dient, dessen Aufgabe es sein soll, die nationale Identität zu bestätigen und zu stärken, in dem sich die Dummen durch die Genies des Landes erhöht fühlen. Es gibt tatsächlich immer mehr Menschen, die das Konzert als eine Art musikalische Penisvergrößerung verstehen, die allein deshalb auf dicke Hose machen, weil sie zufällig aus dem gleichen Land wie Bach, Beethoven oder Wagner kommen. Und die zum Verbal-Krieg rüsten, sobald die Musik eines unangefochtenen, ausländischen Titans wie Steve Reich erklingt. Menschen, die es nicht mehr ertragen, wenn – oh, Untergang des Abendlandes! – internationale Künstler Englisch sprechen. Menschen, die Künstler beleidigen und anschreien sind jene Menschen, die Ausländerkindern mit besoffenem Atem „Wir sind das Volk“ entgegenkeifen. Bislang haben wir sie eher mit dem Horst Wessel Lied in Verbindung gebracht, nun ziehen sie auch Beethoven und Co. in den Schmutz. In den letzten Wochen haben wir uns oft über unser Land gewundert: Als Asylbewerber in Köln in der Silvesternacht jede Grenze eines menschenwürdigen Staates überschritten haben, aber auch über den Ausbruch von tief verborgenen Ängsten in Form von Hass in den vielen deutschen Städten, wo Asylbewerber beschimpft und bedroht wurden. Und, ja, aus irgendeinem Grund haben wir geglaubt, dass unsere Kulturinstitutionen immun vor derartiger Engstirnigkeit sind. Dass die Straße spätestens am Ticketschalter der Philharmonie endet. Dass wenigstens die Kultur nicht zum Kampfgebiet wird, sondern eine der wenigen Institutionen bleibt, in denen Lösungen debattiert werden, in denen Räum zum Zuhören geöffnet werden, eine letzte Bastion des Miteinanders. Aber die Umfrage in Bonn und das Publikum in Köln zeigen nun: das sind sie nicht! Die Dammdeutschen dürfen nicht das Deutsche definieren Im Gegenteil: Der Kulturkonsum in Deutschland ist oft kein Konsum der Inspiration mehr, sondern Konsum des Bekannten und ein Baden in Vorurteilen. Es ist so weit, dass auch die Kulturinstitutionen unseres Landes zu Kampffeldern ernannt wurden. Die Wutbürger wollen ihren Bach, ihren Beethoven, ihren Wagner hören, so wie sie ihr Schnitzel und ihre dicke braune Sauce spachteln und beim Anblick eines Sushis „Ihhhh!“ schreien. Ihnen ist es Wurst, dass kein deutscher Komponist nur als Deutscher komponiert hat, dass nicht einmal Wagners Werke (welche die AfD wahrscheinlich als Kunstwerke versteht, die uns unsere deutsche Tradition bewusst werden lassen) allein aus Deutschland entstanden sind, dass Wagner bei den Franzosen, bei Auber und dem Exildeutschen Meyerbeer geklaut hat, beim Italiener Verdi und bei Rossini, dass es, verdammt, keine deutsche Kunst gibt, die allein aus deutscher Über-Deutschheit geboren wurde! Die Frage ist, was wir nun aus den Vorfällen während des Kölner Konzertes machen? Es wird langsam schwer, immer weiter auf Dialog zu setzen. Und doch: Der Dialog ist die einzige Lösung. Denn wer in Konzerte geht, weil er die Musik liebt, weiß, dass gerade diese Kunst nur dann funktioniert, wenn jeder auf jeden hört, wenn man gemeinsam über Interpretationen streitet – und am Ende zusammen ein Werk interpretiert. Daniel Barenboim zeigt das mit seinem West-Eastern-Divan Orchester. Auch hier geht es ihm nicht darum, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, sondern darum, dass gestritten wird, „nur wenn wir dann Beethoven spielen“, sagt Barenboim, „dann müssen wir uns, wohl oder übel, für eine gemeinsame Interpretation entscheiden.“ Und darum muss es in Zukunft auch an deutschen Bühne und in deutschen Konzerthäusern gehen: Beethoven, Bach und Reich gehören niemandem – sie stehen jeden Abend aufs Neue im Raum, um uns das Zuhören zu lehren. Weiter reden, weiter zuhören! Es wäre falsch, die vermeintlichen Bildungsbürger, die in Köln als verbale Brandstifter aufgetreten sind, auszusperren. Niemand braucht Kultur so sehr wie sie! Und, ja, wir müssen weiterhin versuchen, ihnen unsere Sicht der Kunst zu erklären. Wenn sie es auf Englisch nicht verstehen, dann eben auf Deutsch! Dass es viele Menschen gibt, die gar nicht mehr zuhören wollen, entlässt weder Angela Merkel noch uns Kulturschaffenden aus der Verantwortung, weiter zu erklären. Und, nein, niemandem ist geholfen, wenn der eine seine Ohren verschließt, die eigenen auch zu verschließen. Es ist richtig, dass Kölns Intendant Louwrens Langevoort angekündigt hat, das Ensemble noch einmal mit Steve Reich einzuladen. Um jedem Kölner die Möglichkeit zu geben, zuzuhören, wenn das Neue, das Andere erklingt. Denn eines darf nicht und niemals passieren: Dass die Dummdeutschen uns sagen, welche Musik zu unserer Kultur gehört. Jedem steht es frei für jedes Konzert Karten zu kaufen oder eben nicht. Und, ja, selbst aufgeregter Protest gehört zum Kulturleben. Der aber kann nur dann ernsthaft ausgedrückt werden, wenn man zuvor wenigstens versucht, zuzuhören. Sollten die Bürger, die ihre Ohren zuhalten und ihre Mäuler aufreißen in Zukunft bestimmen, was an deutschen Philharmonien gespielt wird, und welche Musik auf der Müllhade des Entarteten landet, erreichen sie damit nur eines: Das Ende jener Kulturnation, die Deutschland gerade deshalb geworden ist, weil seine Künstler immer wieder in die Welt gezogen sind, um mit offenen Ohren und offenen Augen neue Eindrücke in unsere Museen, Theater und Konzerthäuser zu bringen. Deutschland ist jene Kulturnation, die sie ist, weil sie seit Jahrhunderten so undeutsch gedacht hat – ihr eigentlicher Kern ist eben nicht die Selbstbestätigung, sondern die Öffnung in die Welt.

Gioacchino Rossini
(1792 – 1868)

Gioachino Rossini (29. Februar 1792 - 13. November 1868) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Seine Opern Der Barbier von Sevilla und La Cenerentola (Aschenputtel) gehören zum weltweiten Standardrepertoire der Opernhäuser.



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