Klassische Musik online - Aktuelles, Konzerte, Biographien, Musik & Videos im Netz.

Klassische Musik und Oper von Classissima

Gioacchino Rossini

Donnerstag 8. Dezember 2016


nmz - KIZ-Nachrichten

8. November

Theater Neustrelitz lockt mit erster «Opernlounge» und Uraufführung

nmz - KIZ-Nachrichten Neustrelitz - Mit einem neuen Musikformat und einer Uraufführung will das Theater in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) neue Zielgruppen anlocken. An diesem Samstag feiert der Thriller «Killing Orpheus» Premiere.   Das Stück habe der Potsdamer Regisseur Rainer Holzapfel extra für diese «Opernlounge» mit sechs Solisten sowie Klavier- und Akkordeonmusik geschrieben, sagte am Dienstag die Sprecherin der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, Wenke Dreffien. In «Killing Orpheus» seien Episoden aus berühmten Opern mit Musik von Mozart, Rossini und Verdi zu einer «humorvollen Geschichte ohne Gnade» verwoben.

Crescendo

1. Dezember

Kissinger Winterzauber: Von Kerzen und leuchtenden Drumsticks - Kissinger Winterzauber




Crescendo

22. November

Olivier Cavé – der stille Virtuose - Olivier Cavé

Sein erstes Konzert gab Olivier Cavé mit der Camerata Lysy unter der Leitung von Yehudi Menuhin. Dann wurde der Schweizer der Liebling von Maria Tipo und gehört heute zu den feinsinnigsten Pianisten seiner Generation. Ein Treffen in Paris. Die Wege der Liebe sind unergründlich, das gilt auch für jene zwischen Musikern und ihrem Instrument. Mal begegnen sich die Protagonisten auf klassischen Pfaden, mal finden sie über verschlungene Irrwege zueinander, mal spielen verrückte Zufälle eine Rolle, mal wegweisende Begegnungen. Bei Olivier Cavé stand am Beginn seiner Liebe zum Klavier die Hilflosigkeit seiner Eltern. „Ich war ein seltsames Kind“, sagt der Pianist und lacht – zumindest haben ihm das seine Eltern erzählt. Auffallend still, in sich gekehrt und verschlossen sei er gewesen, und seine Eltern suchten nach einem Mittel, um ihn aus sich herauszulocken. Erst probierten sie es mit Sport. Als das nichts half, versuchten sie ihr Glück mit Musik. Das wirkte. Mit vier Jahren fing Olivier Cavé an, Klavier zu spielen, und es dauerte nicht lange, da war es um ihn geschehen. „Ich habe mich verliebt in das Klavier und fortan nicht mehr aufgehört zu spielen“, erzählt Cavé, dem das Spielen von Anfang an auffallend leichtfiel. „Es war sehr einfach für mich“, sagt der Künstler mit dem konzentrierten Blick und hebt fast entschuldigend seine beiden Hände. Bis heute sei das so. Geht es jedoch um die für ihn gültige Interpretation, wird aus dem spielerisch agierenden Techniker ein akribischer Perfektionist, der monatelang an den Phrasen feilt und die Stücke bis in den letzten Ton durchdringen will: „Ich habe eine sehr klare Idee von einem Stück, davon, wie es im Endeffekt klingen soll. Daran tüftle ich bis zuletzt.“ An einem lauen Herbsttag Ende Oktober sitzt Olivier Cavé in der Lobby des Hotel Le Bristol in Paris, bestellt ein Omelett und nippt am Kaffee. Es ist noch früh am Morgen, vor den Schwingtüren des Hotels schwirrt bereits das Leben der Großstadt, im Inneren eilen flüsternd die Kellner herbei, und der Tee wird in geblümten Porzellankännchen serviert. Am Vorabend hat der Schweizer Pianist neapolitanischer Herkunft ein Konzert im Salle Gaveau gegeben. Auf dem Programm stand Mozart pur, darunter seine Klavierkonzerte Nr. 25 und Nr. 5, dargeboten von Cavé und dem Divertissement unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini, außerdem die Jupitersinfonie und Auszüge aus der Serenade Nr. 99 KV 320 „Posthorn“. Für den schmalen Mann Ende 30 war es sein zweites Konzert in Frankreich, bislang ist er vor allem in den USA unterwegs, außerdem konzertiert er regelmäßig in der Schweiz, wo er 1977 auf die Welt gekommen ist. Doch es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis er auch die anderen europäischen Bühnen bespielen wird. Ebenso klar scheint: Olivier Cavé wird dies nicht mit pathetischem Gestus, mit voranpreschendem Stargebaren und tosendem Virtuosentum tun, viel eher wird er die Podien mit leisen Schritten erobern, mit feiner Poesie, reflektiert und ehrlich. Olivier Cavé ist kein Sturm-und-Drang-Typ, kein ungestüm emotionaler Spieler, der sich in die Tasten stürzt, als vergäße er die Welt um sich herum. Cavé ist ein kritischer Denker und feinsinniger Maler, der die Farben mit zarten Pinseln tupft, bestimmt und wohlüberlegt die Linien zieht und Klanggemälde von ausgewogener Ästhetik und wohl dosierter Farbigkeit entstehen lässt. Erlebt man Cavé mit Mozart, etwa beim Konzert im Salle Gaveau oder auf seinem jüngsten Album mit eben jenen Werken in gleicher Besetzung, so ist es, als würde man einem eindringlichen Erzähler bei der Arbeit lauschen. „Die ganze Musik von Mozart ist Oper. Das alles ist Theater … mit Humor, mit Tragödie, mit unterschiedlichen Figuren und Szenerien. Wenn ich diese Musik spiele, dann fühle ich mich durch und durch gut“, sagt Cavé und strahlt. Für den Pianisten, der sich insbesondere dem barocken und dem klassischen Repertoire verschrieben hat, steht Mozart am jüngsten Ende einer Reihe bemerkenswerter Einspielungen, die einen intensiven Eindruck vermitteln von seinem musikalischen Selbstverständnis. Auf seiner Debüt-CD widmete er sich Sonaten von Domenico Scarlatti, dann folgten ein viel beachtetes Album mit Werken von Muzio Clementi und eine Bach-CD mit dem Titel „Nel Gusto Italiano – Concerti, Capriccio ed Aria“. Sein erstes Konzert gab Olivier Cavé im September 1991, begleitet von der Camerata Lysy unter der Leitung von Yehudi Menuhin. Für den gerade mal 13-jährigen Cavé war das eine Schlüsselerfahrung. „Das gemeinsame Musizieren mit Yehudi Menuhin war unglaublich. Als Kind war mir gar nicht so sehr bewusst, mit wem ich hier auf der Bühne stehe. Ich habe es damals einfach nur genossen. Erst später wurde mir klar, was für ein Geschenk das war.“ Die Begegnung mit Menuhin hat Cavés weiteres Leben geprägt, auch deshalb, weil der erfahrene Künstler Cavés Eltern eindringlich ans Herz legte, ihren Sohn weiter zu fördern. Für Olivier Cavé selbst war ab diesem Augenblick klar, dass er Pianist werden wollte. Geahnt hatte er seine Berufung schon früher. Als er acht Jahre alt war, das Klavier war längst ein vertrauter Freund und Lebensbegleiter geworden, da schenkten ihm seine Eltern eine CD der Pianistin Maria Tipo. Die italienische Künstlerin spielte darauf Werke von Scarlatti, und wenn sich Olivier Cavé recht erinnert, hat er sie an die 2.000 Mal angehört. „Ich habe diese CD geliebt“, erzählt Cavé, und blickt er heute auf die Passion seiner Kindertage zurück, so war sie der Anfang all dessen, was ihn auch heute noch beseelt und beglückt: „Diese Musik ist so voller Freude – das ist ein einziger Genuss.“ Olivier Cavé war schon bald klar, dass er bei Maria Tipo studieren wollte. „Ich war vollkommen darauf fixiert gewesen, diese Künstlerin kennenzulernen“, sagt Cavé, und es gehört zu den glücklichen Fügungen seines Lebens, dass er tatsächlich ganze zehn Jahre in der musikalischen Obhut von Tipo an seinem Klavierspiel feilen konnte. Nach Studien am Konservatorium Sitten und am Konservatorium Lausanne begann er, an der Musikschule von Fiesole schließlich mit Maria Tipo zu arbeiten. Sie hat ihm ein breites Spektrum an Werken nähergebracht und in ihm darüber hinaus die Liebe zu jenem Repertoire gestärkt, das ihn bis heute am innigsten begleitet. Scarlatti, Clementi, Bach … all jene Komponisten, die für Olivier Cavé heute zu seinen engsten Begleitern zählen, hat er mit Maria Tipo erst wirklich kennen- und lieben gelernt. Gleichwohl: Auserwählter Zögling von Tipo zu sein, bedeutete, die Zuwendung, aber auch den Druck einer musikalischen Übermutter zu genießen. „Es war wahnsinnig hart, mit Tipo zu arbeiten“, erzählt Cavé im Rückblick, und was sie von ihren Studenten forderte, sei enorm gewesen. Während er in der Schweiz noch sechs Monate Zeit gehabt hatte für die Erarbeitung einer Beethoven-Sonate, standen bei Tipo bisweilen gleich vier Sonaten in nur einem Monat auf dem Programm. Ein forderndes Pensum, vorangetrieben von einer Frau mit eisernem Willen und enormer Präsenz. „Maria Tipo ist eine sehr, sehr starke Person“, sagt Cavé und unterstreicht mit seinen Händen jedes seiner Worte mit Nachdruck. „Sie gibt alles für einen, aber sie verlangt auch alles.“ Bis heute verbindet ihn mit der mittlerweile 84-Jährigen eine enge Beziehung, und spricht er von seiner Zeit als ihr Schüler, so wählt er ohne Zögern den Begriff der „musikalischen Mutter“. Doch wie das manchmal so ist bei Müttern und ihrem Nachwuchs – die Kinder gehen ihren eigenen Weg. Das war auch bei Olivier Cavé der Fall. „Ich bin heute ein anderer Pianist als damals“, sagt er nachdenklich, und würde Maria Tipo ihm heute bei seinem Spiel zuhören, so ist er sich nicht sicher, ob ihr das Ergebnis gefiele. „Ihre Welt ist auch meine“, das stellt Cavé fest. Die gemeinsame Welt, das ist Scarlatti, das ist Bach und das ist auch Mozart. Ihre Zugänge zu diesem klingenden Kosmos allerdings sind mittlerweile sehr verschieden. Während Maria Tipo nach wie vor in einer traditionellen Spielweise verwurzelt ist, hat sich Olivier Cavé daran gemacht, die Musik von allem Antiquierten und Überladenen zu befreien und filigran und agil ihren Wesenskern zu ergründen. Dazu benutzt er kaum Pedal, orientiert sich, obwohl er den modernen Konzertflügel benutzt, am Klangcharakter des historischen Hammerklaviers und zeigt sich als ebenso smarter wie zugewandter Interpret. Spielt Olivier Cavé Mozarts Klavierkonzerte, tritt er weniger als Solist, denn als Kammermusiker auf, der mit dem Orchester in einen lebendigen, vertrauten Dialog tritt. Fern allem wuchtig Massiven lockt er so einen geradezu jungfräulich anmutenden Mozart hervor, der scherzt und tänzelt, der umgarnt und verführt und das Publikum schließlich zu begeisterten Jubelrufen hinreißt. Cavé hat sowohl die Schweizer als auch die italienische Staatsbürgerschaft. Doch spricht er von Scarlatti, von Neapel und den italienischen Märkten, dann wird klar, welcher Nation sein Herz gehört. „Ich lebe zwar in der Schweiz und ein paar Monate im Jahr auch in den USA“, sagt Cavé und nimmt einen Schluck Wasser. „Der Musiker in mir aber ist durch und durch Italiener.“ Dann lacht er herzhaft und eilt zum Ausgang. In wenigen Stunden startet sein Flieger. Es geht nach Italien. Dorothea Walchshäusl OLIVIER CAVÉ LIVE 15.12.2016 Lugo, Italien: Teatro Rossini 15.01.2017 Sierre, Schweiz: Art et Musique Mozart: Piano Concertos k. 415, 175, 503, Olivier Cavé, Divertissement, Rinaldo Alessandrini (Alpha)



ouverture

17. Oktober

Czerny: Grand Concerto in A minor (Naxos)

„Hr. Czerny gehört ohne allen Zweifel unter die Componisten, die einem grossen Theile des musikali- schen Publicums ausnehmend gefallen“, so urteilte Wilhelm Fink 1828 in der Allgemeinen Musikali- schen Zeitung. „Aehnliches haben wir an Rossini erlebt, und in der That, beyde gleichen sich nicht we- nig; man könnte behaupten: Czerny ist unter den Clavier-Componisten eben das, was Rossini unter den Opern-Componisten ist.“  Über den Lebensweg und das Werk des Beethoven-Schülers Carl Czerny (1791 bis 1857) wurde in diesem Blog schon ausführlich berichtet. Er zog es vor, zu unterrichten, statt sich als Virtuose zu präsentieren. Nicht nur seine Etüden, sondern vor allem auch seine Konzertstücke verschafften ihm und seinen Verlegern ein Vermögen. Die Pianistin Rosemary Tuck stellt auf dieser CD, mit dem English Chamber Orchestra unter Richard Bonynge, drei seiner komplexeren Werke vor.  Als Überraschung erweist sich das Grand Notturno Brillant op. 95 – hinter vordergründiger Virtuosität wird, gänzlich unerwartet, mitunter eine gehörige Portion Melancholie hörbar. Das Grand Concerto a-Moll op. 214 gilt als eines der ersten romantischen Konzerte überhaupt. Auch dieses Werk verlangt dem Solisten allerhand ab; Tuck musiziert es kraftvoll und mit großer Geste. Zum Finale erklingen die Variations de Concert sur la Marche des Grecs de l'Opéra Le Siège de Corinthe de Rossini op. 138 – handwerklich solide gearbeitet, und so originell wie eine Wand aus schicken roten Klinkern; ein Virtuosenstück, wie es damals viele gegeben hat. Aber eindrucksvoll ist die erforderliche Fingerfertigkeit in jedem Falle. 

Crescendo

12. Oktober

„Die Oma schwingt mit“

Die Sopranistin Regula Mühlemann ist nicht nur Mozart-Fan, sondern inzwischen eine seiner bekanntesten Stimmen. Auch ihr neues Album hat sie dem großen Komponisten gewidmet. Mozarts Musik fasziniert die junge Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann seit ihrer Teenagerzeit. Als Despina, Zerlina, Barbarina oder Papagena war sie bereits auf bedeutenden Bühnen zu erleben. Auch ihr erstes Soloalbum bei Sony Classical ist dem berühmten Salzburger gewidmet. crescendo: Frau Mühlemann, Ihre Stimme wird als „brillant“, „lupenrein“ und „höhenklar“ gelobt. Wie sind Sie zur Musik gekommen? Regula Mühlemann: Ich war eigentlich eine Quereinsteigerin. Allerdings ist meine Familie ziemlich musikalisch. Meine Mutter hat in einem kleinen Theater nahe Luzern Operette gesungen. Auch meine Großeltern standen da auf der Bühne. Verwandte von mir sagen, in meiner Stimme schwingt die Oma mit. Gab es ein besonderes Schlüsselerlebnis, das Sie dazu bewogen hat, professionelle Sängerin zu werden? RM: Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir Singen großen Spaß macht. Den ersten Unterricht habe ich aber erst mit 14, 15 Jahren genommen. Die Lehrerin schickte mich in die Kantorei in Luzern. Bei der ersten Probe sang ich Rossini und war total begeistert. Ich durfte dann schon bald Solopartien singen. Wie sehr lassen Sie sich von der Musik berühren, die Sie singen? RM: Zu den Stücken, die ich einstudiere, habe ich zuerst einen emotionalen Zugang. Danach kommt die Technik. Bei Konzerten ist es wichtig, zum ersten Moment zurückzufinden, in dem man zum Kern der Musik vorgedrungen ist. Bei einem Auftritt habe ich gesehen, wie ein Zuhörer in der ersten Reihe in Tränen ausbrach. In solchen Situationen merkt man, welch eine enorme Kraft Musik haben kann. Wir Sänger haben die Aufgabe, über die Emotionen Türen zu öffnen. Das funktioniert aber nur, wenn sich das Publikum darauf einlässt und aufmerksam zuhört. Müssen Sie in ihrem Alltag ständig aufpassen und Ihre Stimme schonen? RM: Ich versuche, möglichst normal zu leben. Am Abend vor einem Konzert verzichte ich zwar beispielsweise auf Alkohol. Ansonsten gehe ich aber sogar in Bars, in denen geraucht wird. Auch in Grippezeiten bleibe ich nicht nur zu Hause. Zum Glück werde ich nur selten krank. Ich habe großes Vertrauen in meine Stimme, das bewahrt mich vor allzu viel Stress. Was verbinden Sie persönlich mit Mozart, mit dessen Arien Sie auf Ihrem ersten Soloalbum zu hören sind? RM: Zum ersten Mal hat mich Mozart richtig gepackt, als ich als Teenager die Barbarina in Figaros Hochzeit am Opernhaus Zürich hörte. Als Künstlerin bin ich dann technisch und musikalisch immer weiter an ihm gewachsen. Das Wichtigste ist, dass man als Interpret Ehrlichkeit in die Rolle legt. Ansonsten wirkt alles nur oberflächlich und berührt niemanden. Ich habe gelernt, tief in das Innere einer Figur vorzudringen und mich mit ihr zu identifizieren. Mozarts Charaktere sind oftmals sehr vielschichtig. Auch bei der Gesangstechnik kann man da nicht schummeln, ohne dass es auffällt. Ich erinnere mich daran, dass der Dirigent Nikolaus Harnoncourt einmal sagte, Mozart lasse sich immer wieder neu erfinden. Ich glaube nicht, dass man sich mit anderen Komponisten so unendlich beschäftigen kann wie mit ihm. Nach welchen Kriterien haben Sie die Stücke auf dem Album ausgewählt? RM: Ich habe mir so ziemlich alles angehört, was für mein Fach möglich ist. Aus diesem Fundus habe ich mir meine Lieblingsstücke ausgesucht. Etwa Die Abschiedsstunde aus dem weniger bekannten Singspiel Der Schauspieldirektor. Oder Strider sento la procella aus der Oper Lucio Silla, die auch nicht so häufig aufgeführt wird. Bei der Auswahl wollte ich mich nicht nur auf Opern beschränken. Die Motette Exsultate, jubilate fand ich ebenfalls sehr geeignet. Ich wollte kein tragisches Repertoire aufnehmen oder mich als Diva zeigen. Viele fröhliche Arien, die gewissen Ansprüchen genügen, gibt es aber selbst bei Mozart nicht. Welche Anforderungen stellt dieses Repertoire an die Stimme? Ihre Intonation hört sich jedenfalls ganz klar und mühelos an. RM: Manche Stücke klingen zunächst leicht, wie etwa die erste Arie auf der CD, Schon lacht der holde Frühling. Die Koloraturen gehen einfach rauf und runter. Doch irgendwann merkt man als Sängerin, dass es sportlich wird und man viel Atem braucht. Die richtig heiklen Passagen kommen bei Mozart oft zum Schluss. Selbst dann darf das Singen aber nicht nach Akrobatik klingen. Wie etwa am Ende der äußerst schwierigen Konzertarie Vorrei spiegarvi, oh Dio, wenn ein Sprung nach oben über zwei Oktaven und eine Terz zu bewältigen ist. RM: Diese Arie habe ich nicht ausgewählt, weil ich etwas besonders Virtuoses zeigen will, sondern weil sie mir so unglaublich gut gefällt. Ich liebe auch dieses Oboen-Solo … Auf der CD wollte ich unbedingt ein Stück haben, in dem mein Lieblingsinstrument mit der Stimme kombiniert wird. Auch bei dieser Arie gehe ich zuerst von meiner eigenen Empfindung aus. Die Tonsprünge werden dann eigentlich zur Nebensache. Wie war die Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester Basel und dem Dirigenten Umberto Benedetti Michelangeli, einem Neffen des legendären Pianisten Arturo? RM: Bei dem Orchester bin ich vor ein paar Jahren kurzfristig eingesprungen, als ein Sopran für Händels Der Messias gesucht wurde. Weil ich die Erfahrung toll fand, wollte ich mit diesen Musikern auch mein erstes Album aufnehmen. Umberto Benedetti Michelangeli lud mich vorher zu sich nach Hause nach Brescia ein, wo wir das Repertoire intensiv durchgearbeitet haben. Wir waren uns fast in allem einig, außer bei der Arie Vorrei spiegarvi, oh Dio. Bis ich verstand, dass ich da etwas völlig falsch verstanden hatte. „Oh Dio“ wird oft wie ein Gebet zu Gott gesungen. Er hat mir dann erklärt, dass sich dieser Ausruf an einen Menschen richtet, fast wie ein Kraftausdruck. Daraufhin habe ich auch meine Tempovorstellungen korrigiert. Am nächsten Tag haben wir die Arie wiederholt, und auf einmal passte alles perfekt zusammen. Vom Orchester habe ich mich bei der Aufnahme förmlich getragen gefühlt. Ich stand mittendrin, zwischen den Celli und Violen. Es war wirklich ein Zusammenmusizieren. Corina Kolbe Regula Mühlemann Live 31.10./1.11.16: Konstanz Mozart: Exsultate 3.12./4.12.16: Stuttgart Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 13.5.17: Stuttgart Schubert, Mozart Regula Mühlemann: „Mozart Arias“ Kammerorchester Basel, Umberto Benedetti Michelangeli (Sony)

Gioacchino Rossini
(1792 – 1868)

Gioachino Rossini (29. Februar 1792 - 13. November 1868) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Seine Opern Der Barbier von Sevilla und La Cenerentola (Aschenputtel) gehören zum weltweiten Standardrepertoire der Opernhäuser.



[+] Weitere Nachrichten (Gioacchino Rossini)
1. Dez
Crescendo
22. Nov
Crescendo
8. Nov
nmz - KIZ-Nachric...
8. Nov
nmz - neue musikz...
17. Okt
ouverture
12. Okt
Crescendo
29. Sep
nmz - neue musikz...
7. Sep
Crescendo
7. Sep
Crescendo
5. Sep
nmz - neue musikz...
5. Sep
nmz - KIZ-Nachric...
20. Aug
nmz - KIZ-Nachric...
20. Aug
nmz - neue musikz...
18. Aug
Brilliant Classic...
25. Jul
nmz - KIZ-Nachric...
25. Jul
nmz - neue musikz...
10. Jul
musik heute
8. Jul
nmz - neue musikz...
8. Jul
nmz - KIZ-Nachric...
4. Jul
ouverture

Gioacchino Rossini




Rossini im Netz...



Gioacchino Rossini »

Große Komponisten der klassischen Musik

Opern Barbier Von Sevilla Wilhelm Tell Siegesmund

Seit Januar 2009 erleichtert Classissima den Zugang zu klassischer Musik und erweitert deren Zuhörerkreis.
Mit innovativen Servicedienstleistungen begleitet Classissima Neulinge und Musikliebhaber im Internet.


Große Dirigenten, Große Künstler, Große Opernsänger
 
Große Komponisten der klassischen Musik
Bach
Beethoven
Brahms
Debussy
Dvorak
Handel
Mendelsohn
Mozart
Ravel
Schubert
Tschaikowski
Verdi
Vivaldi
Wagner
[...]


browsen Zehn Jahrhunderte der klassischen Musik...