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Klassische Musik und Oper von Classissima

Gioacchino Rossini

Montag 27. Februar 2017


nmz - neue musikzeitung

14. Februar

Rossini als politische Entlarvung –„Semiramide“ an der Bayerischen Staatsoper

nmz - neue musikzeitungLord Actons Diktum „Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely“ erweist sich auch in unseren Tagen als zeitlos gültig. Das mag das Team um Regisseur David Alden bewogen haben, Rossinis herausforderndes und daher selten gespieltes Werk um die so legendäre wie berüchtigte assyrische Königin Semiramis in einer Diktatur zwischen dem antiken Babylon und dem heutigen Nordkorea anzusiedeln. Hauptbild:  Weiterlesen

Crescendo

25. Januar

Auf einen Kaffee mit … Max Müller - Max Müller

crescendo traf den Schauspieler und Bariton Max Müller auf einen Kaffee… crescendo: Herr Müller, Sie verkörpern nicht nur seit 15 Jahren im ZDF den Polizeiobermeister Michi Mohr bei den „Rosenheim-Cops“, sondern haben auch Gesang studiert und treten als Bariton auf. Erste Liebe: Schauspiel oder Gesang? Max Müller: Ich bin in vielen Bereichen meines Lebens zwiegespalten. Die Liebe ist für beides immer ganz gleichwertig gewesen. Mein Papa ist Jahrgang 1930 und hat in den 60er-Jahren seine Leidenschaft für das Moderieren entdeckt – das nannte man damals Conférencier. Er hat über fast 30 Jahre hinweg mit großem Spaß bunte Abende, Muttertagsfeiern und Ähnliches moderiert. Er war ein sehr barocker, sehr sinnlicher Mensch und hat mit viel Witz vom Männergesangsverein bis zur Schuhplattlergruppe alles angesagt. Diese Seite habe ich von ihm geerbt und hatte tatsächlich auch mit ihm gemeinsam meinen ersten Auftritt: mit drei Jahren! Da konnte ich Max und Moritz von Wilhelm Busch auswendig und bin ohne mich zu genieren auf die Bühne, habe ungefähr zweieinhalb Streiche von mir gegeben – Mutti saß in der ersten Reihe –, bis ich irgendwann liebevoll „entsorgt“ wurde. Meine Mutter wiederum hatte eine sehr schöne Altstimme und hat immer im Auto mit mir gesungen. Nach dem Motto „Zwei Kärntner, ein Gesangsverein“ haben wir zweistimmig Kanons, Volks- und Kinderlieder gesungen, aber auch den ein oder anderen Schubert. Von ihr kommt also die Liebe zur Musik. Als Junge sollen Sie eine unglaublich hohe Stimme gehabt haben, so à la Königin der Nacht? MM: Ja, aber gerade bei den ganz hohen Knabenstimmen ist es oft so, dass sie später Baritone oder Bässe werden. Peter Schreier war dagegen zum Beispiel Alt-Solist und blieb – natürlich oktavversetzt – in seiner Lage. 2002 war das Jahr, in dem Sie sowohl mit den „Rosenheim-Cops“ begonnen haben als auch Ihren ersten großen Opernauftritt hatten (die Titelrolle in der Uraufführung der Kirchenoper Franziskus beim Carinthischen Sommer). War das das Entscheidejahr, in dem es für Sie doch mehr Richtung Schauspiel ging? MM: Das ist zwar eine schöne Parallele, die „Rosenheim-Cops“ haben wir aber schon 2000 begonnen zu drehen. Ich bin jetzt genau seit 30 Jahren Schauspieler und durfte so viele unterschiedliche Dinge machen: Radio, Hörspiele, Hörbücher, ich hatte fünf Jahre lang meine eigene Theatergruppe, habe Fernsehen gemacht, war zwei Jahre am Schauspielhaus in Wien, dann sieben Jahre als Kontrastprogramm im Theater in der Josefstadt, weil ich unbedingt mit Otto Schenk zusammenarbeiten wollte. Mit Mitte 30 sagte ich: Jetzt ist Zeit für was anderes! Ich habe gekündigt. Alle haben mich für verrückt erklärt: „Ja, spinnst du, du könntest doch vom Theater in der Josefstadt direkt in Pension gehen!“ Aber doch nicht mit 35! Dann kam die Einladung zum Casting bei den „Rosenheim-Cops“. Ich bin hingefahren und habe so bayerisch getan, wie ich konnte, habe mir aber trotzdem keine Chancen ausgerechnet. Eigentlich war ich nämlich als Partner für den Joseph Hannesschläger vorgesehen, also den coolen Cop. Da gibt’s nun wirklich Bessere. Wie durch ein Wunder wurde ich zwei Wochen später angerufen: „Jo mit’m Komissar is nix woan, aber es gabat an bleeden Polizisten.“ Ich sagte: G’hört scho’ mir! Sie haben also den Luxus gehabt, sich nie entscheiden zu müssen, sondern zu dürfen… MM: Ja, ich habe aber während dieser ganzen 30 Jahre immer gesungen, habe aber auch relativ früh schon kapiert, wo meine Grenzen als Opernsänger sind. Die Stimme funktioniert – toi, toi, toi – wunderbar, und ich habe gerade sieben Konzerte in fünf Tagen mit den Münchner Symphonikern gemacht. Die Stimme ist flexibel und ich glaube, auch ganz ansprechend, aber sie ist nicht spektakulär genug. Außerdem wäre mein Repertoire für die Oper sehr beschränkt gewesen: ein bisschen Mozart, ein bisschen Rossini, vielleicht noch Donizetti, ein bisschen was Modernes, Lortzing sicher, den leider kein Mensch mehr spielt… Komische Oper und überhaupt leichtere Formate wie Operette kommen doch wieder… MM: Operette liebe ich wirklich sehr, aber auch da gibt’s für lyrische Baritone nicht viel. Trotzdem gebe ich pro Jahr jetzt 20 bis 30 Liederabende mit meinen eigenen Programmen, singe aber auch Winterreise, Dichterliebe und so weiter. Machen Sie bei diesen Liederabenden selbst die Programmzusammenstellung? MM: Ja. Beim Franziskus habe ich die jetzt ehemalige Intendantin vom Carinthischen Sommer, Frau Dr. Fröhlich, kennengelernt, und wir haben viele dieser Programme gemeinsam zusammengebaut. Wenn Sie jemanden in einer großen Künstlerbiografie verkörpern dürften, wer wäre das? MM: Mozart oder Einstein. Eine meiner Abschlussprüfungen war der Amadeus im Drama von Peter Shaffer. Mozart war schon eine unglaublich schillernde Persönlichkeit. So war 2006 die erste CD, die ich ja produziert habe, „Ewig Dein Mozart“ mit Mozartliedern und Mozartbriefen. Erst sollte ich nur die Briefe lesen, dann dachte ich mir: Du Depp, sing doch! Ich kann zwischen sprechen und singen recht nahtlos wechseln. Dieser Versuchsballon kam gut an, mittlerweile gibt es unter anderem auch ein Schubertprogramm und ein Programm mit in der Nazizeit verbotenen Komponisten. Und jetzt am 10. März erscheint „Tierisch!“, ein ganz heiteres Programm mit Schlagern wie Mein Papagei frisst keine harten Eier und Texten von Ringelnatz, Busch und Morgenstern. Ihr Repertoire ist breit. Gibt’s auch musikalische Antipathien? MM: Ich höre fast alles gern an und probiere auch gern viel aus. Techno ist allerdings nicht meine größte Liebe. Ihr Leitspruch ist „Singen ist Spielen mit der Stimme“. Was kann man singend ausdrücken, was sprechend nicht geht? MM: Schon als Kind hat mich fasziniert, wie verschiedene Sprecher auf Märchenplatten ein und denselben Text vollkommen anders interpretierten und wie unterschiedlich berühmte Sätze wie „Warum hast du so große Ohren?“ klangen. Du musst Farben suchen, du musst Mut haben. Manchmal darf man eben keine schöne Belcanto-Phrase singen, sondern muss mehr ins Sprechen gehen oder einen etwas ordinären Ton anschlagen. Haben Sie einen Mentor? MM: Ich hatte drei wunderbare Lehrer: Charlotte Berger, KS Walter Berry und mein Tonbandgerät. Ich nehme alles auf, was ich singe, und bin mit mir selbst gnadenlos. Mal in den „Rosenheim-Cops“ gesungen? MM: Bis jetzt leider nicht, aber ich hätte große Lust dazu. Zum Beispiel: Kollege Joseph Hannesschläger (Kriminalhauptkommissar Hofer) hat eine eigene Band, Christian K. Schaeffer (Bistro-Inhaber Ignaz „Jo“ Caspar) singt wie Dean Martin, und ich trällere ein augenzwinkerndes Ave Maria in der Kirche. Maria Goeth




ouverture

19. Januar

Franco Fagioli - Rossini (Deutsche Grammophon)

Kuriose Zustände: Zur Zeit des Barock sangen Männer Frauenrollen, weil der Papst im Kirchenstaat grundsätz- lich keine Damen auf der Bühne duldete. Nachdem aber die letzten Kastraten von der Bühne ab- und in den Ruhestand getreten waren, über- nahmen Sängerinnen ihre Partien – Verliebte, Helden und Könige wurden die Domäne von Mezzosopranistin- nen und Altistinnen, bis dann im 19. Jahrhundert der Tenor diese Rollen bekam. Doch das ist schon wieder eine andere Geschichte.  Gioachino Rossini (1792 bis 1868) jedenfalls schätzte die „Reinheit und wunderbare Beweglichkeit“ der hohen Männerstimmen sehr. Er komponierte noch zwei Partien für Giambattista Velluti, den letzten berühmten Opern-Kastraten – doch bei den meisten seiner Opern entwarf er wichtige männliche Figuren von vornherein als Hosenrolle, also für eine Sängerin.  Diese CD nun kehrt das subtile Spiel erneut um: Franco Fagioli, der erste Countertenor, den die Deutsche Grammophon exklusiv unter Vertrag genommen hat, präsentiert auf seinem Solo-Debütalbum eine Auswahl solcher Arien. Begleitet wird der Sänger von der Armonia Atenea unter George Petrou.  Fagiolis voluminöser, warmer und beweglicher Mezzosopran passt zu Rossinis Werken ganz ausgezeichnet. Zu hören sind Ausschnitte aus Demetrio e Polibio, Matilde di Shabran, Adelaide di Borgogna, Tancredi, Semiramide und Eduardo e Cristina. Besonders reizvoll sind dabei jene Stücke, in denen der Komponist der Singstimme ein Solo-Instrument quasi als Dialogpartner zugeordnet hat. Hier brillieren, gemeinsam mit dem Sänger, Costas Siskos, Horn, Sergiu Nastasa, Violine, und Dimitris Vamvas, Englischhorn. Auch der Chor der Armonia Atenea erhält Gelegenheit, zu glänzen. 



Gioacchino Rossini
(1792 – 1868)

Gioachino Rossini (29. Februar 1792 - 13. November 1868) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Seine Opern Der Barbier von Sevilla und La Cenerentola (Aschenputtel) gehören zum weltweiten Standardrepertoire der Opernhäuser.



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